Fotos und Erfahrungen vom Leben auf Kreta
Dieser Blog möchte erzählen von sehenswerten Orten von Kreta,
dem Lifestyle, Kultur, Natur ohne viele Worte möglichst mit Tablet oder PC zu genießen.
Die folgenden Impressionen erzählen mit neuen Impressionen nicht alltäglicher Motive von wildromantischen Motiven Kretas.
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Der Winter auf Kreta ist im Westen durchsetzt von tief grünen Farben und klaren Kontrasten. Auf Wegen durch Gärten und Landschaft bleiben Begegnungen mit Frühblühern nicht aus, die den geneigten Fotografen zum Verweilen und Genießen einladen. Hier sind abgebildet: Blüte einer Tamariske, Blüte eines Mandarinenbaumes, Mandelblüte und Mohn-Anemone.
Auf einem Höhenweg, der von Meskla ausgeht und in Richtung Zourva ausgeschildert ist, zweigt ein Weg ab, der zu einer namenlosen Siedlung führt. Ein Komplex von mehreren Wohnhäusern, einer Kapelle und einer großen Taverne schmiegt sich dort an den Hang, ist aber restlos verlassen. Es ist, als ob vor kurzem noch reges Leben geherrscht hat an diesem rätselhaften aber wunderschön gelegenen Ort. Der morbide Reiz regt zu allerlei Fantasien an. Eine Begehung erfolgt auf eigene Gefahr. Der Wirtschaftsweg führt von Meskla in mäßiger Steigung hoch und hat immer wieder andere wunderbare Aussichten auf die Nordhänge der Lefka Ori. Allein dieser Weg ist schon eine Wanderung wert.
Zwischen Kolymvari und den Lefka Ori finden sich in einer grünen Berglandschaft einsame Schluchten wie die Vavouledo und die Trachinos Schlucht. Beide bieten keine sonderlich spektakuläre Momente, sondern pure grüne Natur von ihrer ursprünglichsten Seite. Beide Schluchten können mit einem Rundweg erschlossen werden, der in dem Bergdorf Palaia Roumata beginnt. Der Weg zur Schlucht führt zunächst durch grüne Gärten. Die dann links liegende Vavouledo Schlucht ist so grün wie schattig. Der Fußpfad durch die Vavouledo Schlucht ist hin und wieder markiert, oft vom Laub verdeckt aber gut begehbar. Das sonnendurchflutete Grün mag genauso begeistern wie die ursprüngliche Einsamkeit. Über einen befestigten Weg mit schönen Aussichten und vielen Erdbeerbäumen ist der Eingang zur Trachinos Schlucht erreichbar. Diese zeigt sich eher finster und unwegsam; ein vielleicht früher markierter Fußpfad ist offensichtlich weggespült und zumindest im oberen Bereich nicht erkennbar. Somit mag die Trachinos Schlucht weniger als Ziel für Genusswanderer als vielmehr für Schluchtenfetischisten geeignet sein. Eine kleine befestigte Straße als Alternative führt parallel zur Schlucht durch eine wunderschöne Landschaft zurück zum Ausgangspunkt.
Wenige Kilometer südlich von Rethymno schmiegt sich das Dort Maroulas an die Hänge der bergigen Landschaft. Dieses Dorf weist Spuren der Minoer auf, ist aber weitgehend von venezianischer Architektur geprägt. Historische Häuser, Bögen, Türme geben dem Dorf seinen einzigartigen Charakter und darf als eines der schönsten in der Region gelten.
Eine leichte Wanderung führt von Stavros aus in die Berge von Akrotiri in Richtung Katholiko-Kloster mitten durch unberührte Natur durch kleine Schluchten bis zur Höhlenkapelle Agios Georgios. Dort bieten die Ruinen einer alten Einsiedelei mystische Momente voller Spuren eines Lebens in Einsamkeit.
Am Fuße der Lefka Ori im Norden führt vom Bergdorf Meskla ausgehend eine Schlucht die Berge hinauf, die unvergleichlich märchenhafte Momente in sich birgt. Nach dem Einstieg in die Schlucht gelangt man bald zu einem Tor, an denen die gegenüberliegenden Felsen gerade noch einen Durchstieg ermöglichen. Bis dorthin ist diese Schlucht absolut familientauglich. Der weitere Verlauf führt durch wilde Wälder steil hinauf über einen Höhenunterschied von nahezu 400m zum Bergdorf Zouvra. Am anderen Ende des Bergdorfes ein Stück außerhalb befindet sich eine Taverne, die wunderbar gelegen beste Küche bietet.
Für alle, die schon alles gesehen haben, bietet sich diese Zweischluchtentour in den Bergen südlich von Chania an. Für diese 3-5 Stundentour über ca. acht Kilometer auf gut markierten, aber über manche Felsen führende Pfade ist gutes Schuhwerk und ausreichend Wasser zu empfehlen. Etwas westlich vom Bergdorf Karanou findet sich der Einstieg in die Boliana-Schlucht. Diese ist wie auch die Kydoni-Schlucht sehr wild, in der Regel schattig und überaus grün selbst nach Monaten ausbleibendem Niederschlags. Beide Schluchten sind im Tal verbunden durch den im Frühherbst ausgetrockneten Lauf des Mavropiliotis-Flusses. Die mystisch anmutenden Felsformationen wissen genauso zu begeistern wie die der dichte Bewuchs durch Laubgehölze, die an einen Märchenwald erinnern.
Abseits der touristischen Ströme und Sehenswürdigkeiten von Chania pulsiert das gewöhnliche Leben dieser Stadt. Diese Perspektiven mögen Momentaufnahmen eines Lebensstils sein, der sich zwischen harter Arbeit und Entspannung, Geselligkeit und Gastlichkeit bewegt. Dabei liegen ungepflegte Motive nahe an solchen mit Stil und Geschmack. Gemeinsam ist das Ausbleiben von Perfektionismus und Hektik. Alles und jeder hat ein Recht auf seine Zeit.
Weit im Osten von Kreta über viele Kilometer kurvige Straßen durch einsame Natur an wenigen pittoresken Dörfern vorbei ist die Stadt Sitia zu erreichen. Die einst vom Olivenanbau geprägte bäuerliche Kultur wird längst vom Tourismus bestimmt. Gerade die lange Hafenpromenade ist gesäumt von Bars, Cafe's, Tavernen und Restaurants, die jeden Gast willkommen heißen. Eine breite weiße Treppe führt hinauf in die Altstadt zur stattlichen Kirche Des Agios Georgios, die auch innen reich ausgestattet einen Besuch wert ist. Diverse Museen und ein venezianisches Kastell sind weitere Sehenswürdigkeiten. Im Vergleich zu den anderen Städten Kretas besticht Sitia durch seine Ruhe und Beschaulichkeit, die zu erleben durchaus die lange Anreise wert ist.
Das Dorf Margarites im Bezirk Rethymno ist von einer besonderen Idylle geprägt durch eine Vielzahl von kleinen Geschäften mit Töpferkunst und Werkstätten. Die verschiedenen Stilrichtungen von traditionell minoisch bis modern machen die Vielfalt der Kleinkunstgegenstände aus. Dazu gesellen sich einige Cafés und Tavernen, die diesem Ort zusätzliche Gastlichkeit verleihen.
Im Nordwesten von Kreta in der Nähe von Georgioupoli liegt der einzige natürliche Süßwassersee der Insel, der seine wahre Pracht, Blüten und Farben vor allem im Frühjahr bis zum Frühsommer entfaltet. Ein leichter Wanderweg führt von der Nationalstraße aus durch Wiesen und Olivenhaine hindurch bis zu den am See gelegenen Tavernen. Von dort beginnt auch ein anspruchsvoller Rundwanderweg, dessen schwierigster Teil erst ohne Steigungen den Westen des Sees entlang führt, dann aber steil nach oben führt mit einem Höhenunterschied von über 400 m eine gerade verlassene Alm streift, und dann etwas gemächlicher einen langen Abstieg bis zum Ostufer des Sees erfordert. Wer mit guter Kondition schwindelfrei und trittsicher ist, den erwartet auf etwa 9 km teils sehr anspruchsvoller Wegstrecke ein außerordentliches Naturerlebnis mit grandiosen Aussichten und botanischen Besonderheiten. Die zahlreichen Tavernen und Keramikläden entlohnen zusätzlich für die spürbaren Mühen.
Eine Wanderung führte von dem abgelegenen Ort Vatoudiaris auf einem steinigen Wirtscshaftsweg in Richtung Askifou in die Anhöhen der Lefka Ori. Die sich in den höheren Lagen öffnenden Perspektiven sind an Ursprünglichkeit, Unberührtheit und Einsamkeit nicht zu überbieten und jede Mühe wert. Atemberaubende Panoramen liegen ebenso am Weg wie floristische Kostbarkeiten.
Eine Hochebene der besonderen Art ist die von Askifou. Sie ist mitten in den Lefka Ori gelegen und vom Tourismus kaum erreicht, aber mit Sehenswürdigkeiten versehen, die einen Blick oder Besuch wert sind. So wird das Tal gekrönt mit den Überresten einer Festung mit dem Namen Kouledes. Die Bezeichnung lässt auf ihren türkischen Ursprung während der türkischen Belagerung um 1828 schließen und erklärt, warum diese von den Einheimischen weder geschätzt noch erhalten noch die Zuwege gepflegt werden. Dennoch ist die melancholische Stimmung inmitten wilder Natur unverkennbar.
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