Lagune

Erfrischend angenehm berührt das flache Wasser der Lagune die Haut. Bei jedem Schritt umschließt der Sand die Sohlen der Füße und regt sie an wie eine sanfte Massage.
Das Meerwasser ist leicht bewegt, frisch, lebendig. Die seichten Wellen lösen einander ab in einer nicht enden wollenden Reihe von Erhebungen,
vom Wind vor sich her getrieben, von der Sonne zu einer Brise erwärmt alles bewegt und umhüllt.
Nach unmessbaren Zeiten haben die so sanften Wasser scharfes Gestein zu runden Kieseln bis hin zu feinem Sand geformt
und an einem Ort wie diesen gespült, einer Lagune umgeben von schroffen Steilküsten.
Alles was einst scharf, kantig und schmerzhaft war, ist im Bad der Farben und Elemente wie abgewaschen 
zu einem einzigen Kunstwerk, das in seiner ganz eigenen Sprache von seinem Künstler erzählt.
Ist es nicht auch das Wasser der Taufe, mit dem der Mensch sein Unwesen abgewaschen bekommt und befähigt wird zu Glauben und Liebe?
An dieser Schnittstelle zwischen Land und Meer mag die Seele sich berühren lassen von seinem Geist der Erkenntnis
zwischen der Endlichkeit des Landes und dem Meer, dessen Wasser weiter reichen als Horizonte erkennbar sind.
Allein der Anblick schon mag von dem Frieden Gottes erzählen, der für einen jeden bestimmt ist, der sich vom Wasser der Taufe hat berühren lassen. 

Jesaja 11, 9:
"So wie das Meer voll Wasser ist, wird das Land erfüllt sein von Erkenntnis des Herrn."


 

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